Die völkerrechtswidrige US-Blockade gegen Kuba muss beendet werden – und zwar jetzt! Redebeitrag der EcoMujer Sprecherin bei den Protesten 8.11.2025 in Düsseldorf Ich bin Monika, Sprecherin von EcoMujer ein Frauenumweltprojekt. Wir sind seit 29 Jahren im Austausch mit Frauen aus Cuba und Lateinamerika zu Frauen- und Umweltthemen. Wir begegnen uns auf Augenhöhe und wollen voneinander lernen. Bei unserem Besuchen und Treffen und regelmäßigen Austausch mit den cubanischen Freundinnen konnten wir erleben, wie die Blockade die Menschen täglich in ihrem Alltag trifft. Seit 1992 fordert die UN-Vollversammlung jedes Jahr die Aufhebung der völkerrechtswidrigen US-Blockade gegen Kuba. Als Reaktion auf die siegreiche Revolution von1959 verhängte die US-Regierung unter John F. Kennedy im Jahre 1962 eine umfassende Wirtschafts-, Handels- und Finanzblockade gegen Kuba zur Isolierung und Destabilisierung des Landes, die im Laufe der Jahre verschärft und auf Drittstaaten ausgeweitet wurde. Am 29. Oktober 2025 hat sich die Völkergemeinschaft auf der UNO-Vollversammlung in New York erneut klar gegen die seit über 60 Jahren bestehende Blockade positioniert: 165 Staaten, darunter die Bundesrepublik Deutschland, stimmten für die cubanische Resolution zur Beendigung der Blockade – ein Erfolg für das sozialistisch regierte Kuba und das internationale Recht! Jedes Jahr legt das Außenministerium Kubas einen Bericht vor, der die Menschenrechtsverletzungen durch die US-Blockade dokumentiert. Laut des diesjährigen Berichts könnte eine 10-minütige Aufhebung der Blockade den gesamten Bedarf an Hörimplantaten für hörbeeinträchtigte Kinder und Jugendliche decken. Die finanziellen Schäden, die durch zwei Monate Blockade entstehen, entsprechen dem regulären, jährlichen Finanzierungsbedarf für die kubanische Stromversorgung. Maßgeblich aufgrund der US-Blockade, sowie weiterer externer Faktoren, hat sich in den letzten Jahren die wirtschaftliche Lage auf Cuba erheblich verschlechtert. Daher ist es um so wichtiger, dass den Bekenntnissen der Staatengemeinschaft nun auch konkrete Taten folgen. Gravierende Folgen dieser Blockade spüren die Menschen täglich bei der Beschaffung von Lebensmitteln, Medikamenten und Treibstoff. Die Blockade hat Auswirkungen für die Stromerzeugung und den Transport! Unsere Aktion heute richtet sich nicht nur gegen die Blockadepolitik der USA. Sie wendet sich auch gegen die inkonsequente Haltungen Deutschlands und der europäischen Regierungen. Wir fordern von der Bundesregierung: • konkrete Maßnahmen und Initiativen gegen alle Blockade- und Sanktionsmaßnahmen der USA gegen Cuba • eindeutig gegen die zunehmenden Verletzungen der Menschen- und Völkerrechte durch die US-Regierung in der Region einzutreten und praktische Gegenmaßnahmen einzuleiten • kulturellen und wissenschaftlicher Austausch und aktive Handels- Wirtschafts- und Finanzpolitik mit Cuba