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Quisicuaba – Solidarität und soziale Verantwortung

Am vierten Tag unserer Reise besuchten wir Quisicuaba, eine bereits 1939 gegründete spiritistische Einrichtung, die sich dem Schutz und der Unterstützung vulnerabler Gruppen widmet. Heute werden dort täglich rund 10.000 Mahlzeiten für ältere und obdachlose Menschen zubereitet und verteilt.

Darüber hinaus bietet Quisicuaba medizinische Versorgung sowie Programme zur Resozialisierung von Frauen, die straffällig geworden sind.

In San Antonio de los Baños betreibt die Organisation zudem eine therapeutische Einrichtung, in der etwa 200 Menschen Unterkunft und Arbeit finden, vor allem im ökologischen Gemüseanbau. Neben dem Hauptgebäude in der Altstadt von Havanna beherbergt auch das Wohnhaus der Gründerfamilie ein interessantes Museum. Dort sind zahlreiche Geschenke ausgestellt, die Besucher*innen im Laufe der Jahrzehnte als Zeichen der Verbundenheit hinterlassen haben.

Der Name Quisicuaba verweist auf die Geschichte des Ortes: „Quisi“ bezeichnete die Menschen afrikanischer Herkunft aus der Subsahara, die einst in diesem Viertel lebten und Gemüse für San Cristóbal de La Habana anbauten. „Cuaba“ ist der Name eines Baumes, dessen Holz so dicht ist, dass es nur schwer entflammbar ist – ein Sinnbild für Widerstandskraft und Beständigkeit.

Quisicuaba strahlt mit seiner sympathischen Leiterin Gladys Ayllón eine große Kraft aus und wird von vielen großzügigen Spender*innen unterstützt.