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Solidaritätsreise nach Kuba im Herbst 2025

Deutsche EcoMujeres zu Besuch bei kubanischen EcoMujeres Vor 30 Jahren begann der Austausch zu Frauen- und Umweltfragen zwischen Frauen aus Kuba und Deutschland, geleitet von ökofeminstischen Ideen mit dem Grundsatz voneinander zu lernen. Trotz der Bedenken wegen des derzeit verbreiteten Chicunguña-Virus reiste unsere Gruppe nach Havanna sowie in den Westen des Landes nach Pinar del Río und Consolación del Sur, um dort unsere Partnerinnen zu besuchen und Projekte sowie Initiativen im Bereich Frauen und Umwelt kennenzulernen. In der Föderation der cubanischen Frauen (FMC) ging es um die Geschichte der Frauenbewegung, die derzeitigen Probleme und die politischen Rahmenbedingungen und pädagogische Programme zur Förderung der Gleichstellung, auch gegen Diskriminierung und Rassismus. Im staatlichen Zentrum für Sexualerziehung (CENESEX) erfuhren wir von den Schwierigkeiten, das vorbildliche neue Familiengesetz mit der Gleichstellung von LGBTIQ+-Menschen auch gesellschaftlich umzusetzen und vulnerable Gruppen wirksam zu schützen. Große Freude bereiteten uns die zahlreichen Besuche von Familiengärten und ökologischen landwirtschaftlichen Betrieben. Besonders hervorheben möchten wir eine beeindruckende Frauenkooperative, die uns ein reichhaltiges Buffet mit selbst angebautem Gemüse und Obst servierte. Wir begegneten sehr engagierten Menschen, die durch ihre harte und sinnvolle Arbeit die Ernährungssouveränität stärken. Die cubanischen EcoMujeres der Geografischen Fakultät der Universität von Pinar del Río fördern gezielt die Vernetzung von akademischem und praktischem Lernen. Wir nahmen an ihrem 10. MAGEDES-Kongress zu Umwelt, Gender und nachhaltiger Entwicklung mit zwei eigenen Beiträgen teil. Die EcoMujeres luden uns auch zu sich nach Hause ein. Durch den langjährigen Austausch ist großes Vertrauen entstanden, das uns tiefe Einblicke in die derzeitige Situation ermöglichte. In allen Gesprächen wurde deutlich, dass mehrere Krisen die Bevölkerung stark belasten, vor allem der Energiemangel mit langanhaltenden Stromabschaltungen sowie Transportproblemen. Hauptursache der Energie- und Wirtschaftsprobleme sind die unter der Trump noch verschärfte Blockade durch die US- Regierung. Wir bewundern die Widerstandskraft vieler Menschen, die trotz allem ihre Lebendigkeit bewahren und in Gemeinschaft feiern, zum Beispiel beim integrierenden Tanzen der cubanischen Rueda.Große Freude machte uns auch die Teilnahme am Internationalen Filmfestival des lateinamerikanischen Films in Havanna.